Im Vorfeld des Mannschaftskampfes war es schon schwierig 8 Spieler zu finden, zu viele Absagen aus persönlichen Gründen, oder lag es doch an der langen Fahrt in die Rattenfängerstadt Hameln? Diese trat man mittlerweile zum 3x in Folge an, das letzte Mal, als Hameln zu Gast in Wolfenbüttel war, war noch zu Landesligazeiten.
Als sich der Mannschaftsführer am Sonntagmorgen bereit machte, trudelte die Hiobsbotschaft ein. Ein Spieler meldete sich mit Grippe ab, für möglichen Ersatz war es bereits zu spät. Dazu war es auch noch jemand der als Fahrer vorgesehen war. Also schnell schauen wer fahren könnte. Als das erledigt war ging es dann los.
Unser Eintracht-Fan war pünktlich am Treffpunkt, trotz dass er zunächst die falsche Adresse angesteuert hatte. Lampenfieber?
Als Nächstes wurde der Schachfreund mit lädierten Fuß eingesammelt und samt Krücken ins Auto verfrachtet.
Unterwegs wurde schon diskutiert ob man die Aufstellung noch ändern sollte und ab wann man unseren Edelreservisten informiert.
Dieser meldete sich auch prompt mit der Nachricht, das er wohl gut 10-15 Minuten zu spät in Hameln eintreffen würde, ein geschlossener Bahnübergang war schuld.
Hier wurde die Gelegenheit gleich genutzt und eine Änderung der Aufstellung telefonisch durchgegeben, was zur Überraschung ohne große Diskussion angenommen wurde. Anschließend wurde Auto Nummer 3 angerufen und ihnen die Änderung ebenfalls mitgeteilt. Ab da verlief die Fahrt dann ruhiger.
Wie geplant kam der Wagen mit dem Mannschaftsführer um 9:45 Uhr am Spiellokal in Hameln an, der Rest fehlte bis kurz nach 10 Uhr. Nervosität, da man mit 3 Schachfreunden nicht antreten durfte, machte sich breit.
Im Spiellokal wurde dann noch Brett 8 an den Tisch mit Brett 1 verlegt, um bessere Spielbedingungen zu schaffen. Dann ging es ca. 10:15 los mit einem freien Brett 2 auf unserer Seite, zufällig traf es damit den nominell stärksten Spieler aus Hameln.
Jürgen (6) konnte bereits nach gut 1 Stunde den Ausgleichstreffer erzielen, 1:1.
Ralf, an Brett 8 spielend, schaffte ein Unentschieden.
Sven (4) stand zu dem Zeitpunkt leicht schlechter, Florian (5) und Wolfgang (7) sahen solide aus. Gut sah es bei Andreas (3) und Patrick (1) aus.
Wolfgang übersah ein Springeropfer und kam in Bedrängnis, am Ende musste er sich geschlagen geben. 2,5 : 1,5 für Hameln. Florian bekam von seinem Gegner ein Remisangebot, was er auf Anweisung seines Captains ausschlagen musste. Leider kippte diese Partie dann auch völlig, 3,5 – 1,5. Hameln sah schon als sicherer Sieger aus.
Sven schaffte es in ein gleichwertiges Endspiel, evtl. doch ein 4:4?
Andreas brachte seine Partie souverän zu Ende und schaffte den Anschluss, nur noch 3,5 zu 2,5 im Rückstand. An Brett 1 spielte Patrick seine Stellung ruhig und überlegt zum Sieg – 3,5 zu 3,5 alles offen.
Und Sven’s Brett?
Patrick’s Gesichtsausdruck verriet einiges, völlige Überraschung, wie konnte die Partie so kippen.
Sven nutze sein aktives Figurenspiel gegen eine passiven Gegner und holte sich mit etwas glücklich den Sieg und damit auch den Teamsieg.
Durch die Unterstützung der anderen Vereine, führt Cassia 1 nun die Tabelle mit 3 Siegen souverän an und hat 2 Mannschaftspunkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Geschrieben von: Sven.
